[Nintendo Wii U] Hyrule Warriors

By | 19. März 2017

Endlich ist es wieder soweit. Das epische Zelda Abenteuer geht weiter. Doch ist das wirklich so? Handelt es sich um ein vollwertiges Zelda Spiel bei Hyrule Warriors? Technisch gesehen fällt es unter die Kategorie eine Spin-Off-Spiels. Es gab zwar schon diverse Zelda Spiele dieser Art jedoch ist Hyrule Warriors das erste Spinn-Off, das von Nintendo produced wurde. Man könnte natürlich auch „Link’s Crossbow Training“ als Spin-Off betrachten, jedoch sei hier erwähnt dass der besagte Titel sehr kurz war und wohl eher eine Techdemo für den „Zapper“ darstellt. Koei Tecmo, Publisher von bekannten Spielereihen wie „Dynasty Warriors“, verspricht mit ihrem neuesten Crossover-Titel „Hyrule Warriors“ ein tolles Zelda-Gefühl. Aus diesem Grund haben wir es mir zur Aufgabe gemacht dieses Spiel auf Herz und Nieren durchzutesten um zu schauen ob Koei Tecmo das Versprechen einhalten kann.

Hyrule ist mal wieder in Gefahr

Das Spiel beginnt eigentlich recht typisch für ein Zelda Spiel – Hyrule ist in Gefahr und nur einer kann Hyrule retten. Doch ist das wirklich so? In Hyrule Warriors packen viele bekannte Charaktere aus der Zelda Welt ordentlich mit an. Sei es der legendäre Held Link oder die zerbrechliche Prinzessin Ruto. Das Spektrum ist hier sehr breit gefächert wobei man auch ganz klar eine starke Tendenz zu weiblichen Charakteren erkennt. Auf einen männlichen Helden kommen dieses mal 4 weibliche Helden.

Nun aber zurück zu der Geschichte. Eine Böse Macht greift Hyrule an und schickt massenweise böse Kreaturen um das Land zu überrennen. Den Anfang macht man mit Link, später kommen dann immer mehr Begleiter dazu, die man auswählen und spielen kann. Im Laufe der Story erfährt man dann dass man drei Zeitportale schließen muss um die Macht des bösen zu verringern.

Zufälligerweise führen diese Portale in die verschiedenen Orte aus Ocarina of Time, Twilight Princess und Skyward Sword. Hier teilt sich dann die Gruppe auch auf, somit wird man an dieser Stelle auch gezwungen andere Charaktere auszuprobieren. Was an dieser Stelle aber gar nicht so schlecht ist, denn hierdurch kommt ein wenig Abwechslung in das Spiel. Mehr gibt es eigentlich gar nicht zu der Story zu sagen, da es hier kaum etwas Neues gibt. Nur eins sei gesagt, es erwartet den Spieler eine Reihe interessanter Wendungen.

Spielmodi

Neben der normalen Storyline (Legenden-Modus) gibt es noch den „Freien Modus“ und den „Abenteuer-Modus“. Im freien Modus erhält man lediglich die Möglichkeit bereits beendete Level zu wiederholen. Viel interessanter fällt da der sogenannte „Abenteuer-Modus“ aus. Hier findet man, wenn man den Modus das erste Mal betritt, eine Karte von Hyrule vor. Das besondere an dieser Karte ist jedoch das sie im Retro-Stil wie das erste „The Legend of Zelda“ gehalten ist. Jeder Kartenabschnitt stellt ein Level dar das auch seine eigenen Aufgabenstellungen hat. Dies kann ein einfaches „Besiege 300 Gegner“ aber auch eine kleine Story sein. Für jedes bestandene Level gibt es dann eine Wertung. Abhängig von dieser Wertung gibt es dann, zusätzlich zur Levelbelohnung, auch weitere Belohnungen. Eine Belohnung kann ein einfaches Herzteil sein aber auch freispielbare Charaktere, bestimmte Gegenstände und anderes. Ein solcher Gegenstand ist zum Beispiel die Kerze, in späteren Zelda-Spielen auch bekannt als Lampe. Mit dieser Kerze kann man dann in bestimmten Levels versteckte Belohnungen aufdecken. Alle Verbesserungen, die im „Abenteuer-Modus“ gefunden bzw. erkämpft werden, sind natürlich auch für den „Legenden-Modus“ gültig. Mit anderen Worten, jede Stufe die ein Held aufsteigt bzw. jedes Herzteil bzw. Herzcontainer der gefunden wird, ist auch im „Legenden-Modus“ verfügbar.

Gameplay

Das Hauptziel des Spiels ist das Metzeln von enormen Monsterhorden und deren Anführern. Seien es normale Kommandanten oder gar epische Bossmonster. Das Spiel beinhaltet auch einige Rollenspielelemente. Für das Töten von Monstern bekommt man Erfahrungspunkte und steigt in Stufen auf. Mit höheren Stufen bekommt man auch mehr Herzen, macht mehr Schaden und kann diverse Fähigkeiten lernen. Das sind meist relativ simple Fähigkeiten, die jedoch in Offensiv und Defensiv aufgeteilt sind. Offensive Fähigkeiten sind zum Beispiel Verbesserungen im Kampfverhalten oder neue Combos bzw. Combo-Erweiterungen. Defensive Fähigkeiten sind dann eher Fähigkeiten wie die Resistenz gegen bestimmte Elemente oder einfach nur mehr Zähigkeit im Kampf. Um jedoch die Fähigkeiten ausbauen zu können muss man goldene Skulltullas (bekannt aus Ocarina of Time) einsammeln. Diese tauchen während eines Levels kurzzeitig auf und müssen schnell besiegt werden. Der Schwierigkeitsgrad kann zwischen leicht, mittel und schwer gewählt werden und vor jedem Level neu bestimmt werden. Die ersten paar Levels sind in allen drei Schwierigkeitsstufen noch relativ einfach machbar, jedoch wird die Schwierigkeit sehr schnell angezogen. Somit werden spätere Levels in den höheren Schwierigkeitsstufen zu echten Herausforderungen.

Ein weiterer Punkt ist der Einsatz von Gegenständen. Dazu zählen typische Gegenstände wie Bogen, Bomben oder der Enterhaken. Die Gegenstände werden nur in den seltensten Fällen offensiv eingesetzt. Meistens werden sie benötigt um sich auf den Schlachtfeldern zu bewegen, erhöhte Ebenen zu erreichen, versperrte Durchgänge aufzusprengen und Ähnliches.

Steuerung

Hyrule Warriors kann mit dem GamePad, Pro Controller und mit WiiMote (+ Nunchuck) gespielt werden. Jedoch empfiehlt es sich an dieser Stelle das GamePad zu verwednen, da dieses immer die aktuellen Ziele bzw. Quests anzeigt. So kommt leider auch der erste Wermutstropfen in Hyrule Warriors – das allseits bekannte Problem – Wii U GamePad. Auch hier herrscht leider das gleiche Problem wie bei den meisten Wii U Spielen. Das Wii U GamePad hat kaum einen sinnvollen Nutzen, hier gibt es sehr viel Potenzial, das einfach nicht ausgeschöpft wird. Statt nur die aktuellen Levelziele anzuzeigen wäre eine Karte ein guter Anfang gewesen. Neben der Anzeige von Levelzielen können auch Gegenstände benutzt und ausgerüstet werden. Dabei wird ein Ring, ähnlich wie in Skyward Sword, angezeigt, auf dem dann der Gegenstand ausgewählt werden kann.

Steuerrungstechnisch ist das Spiel sehr simpel aufgebaut und in 90% der Zeit ist es reines Button-Smashing. Es gibt zwar verschiedene Combos, die jedoch sehr einfach ausfallen. Ob eine Combo nun 8xB-Taste ist oder 4xB-Taste gefolgt von 4xY-Taste ändert nicht großartig etwas am Button-Smashing.

Die Steuerung fällt dabei aber überraschend angenehm und einfach aus, so dass selbst Videospielneulinge sich sehr schnell einfinden und wohlfühlen können. Neben den normalen Attacken und Combos gibt es noch die Möglichkeit eine Spezialattacke auszuführen. Hierfür füllt sich im Kampf eine Leiste, sobald diese Voll ist kann die besagte Attacke ausgeführt werden. Bei der Spezialattacke handelt es sich meist um sehr schön animierte und meist sehr zerstörerische Angriffe.

Was bei dem Test leider etwas negativ aufgefallen ist, ist die Tatsache dass es in dem Spiel teilweise sehr hektisch zugeht. Es poppen teilweise viele Aufgabenziele auf einmal auf, dann wird auch noch eine der eigenen Festungen angegriffen und als ob das nicht schon genug wäre ist eine der Begleiter in Bedrängnis und braucht die Hilfe des Spielers. Wenn jetzt noch eine goldene Skulltulla irgendwo auftaucht weiß man gar nicht mehr wohin man als erstes Rennen soll. Man ist häufig damit beschäftigt irgendwo Feuer zu löschen.

Multiplayer

Hyrule Warriors kann alleine oder zu zweit gespielt werde, vorausgesetzt für das Level gibt es mindestens einen Begleiter. Der zweite Spieler schlüpft in die Rolle eines der Begleiter und unterstützt den Kampf. Jedoch ist es hier notwendig dass einer der beiden Spieler das GamePad benutzt, da hier nicht mit einem Splitscreen gearbeitet wird. Der Spieler mit dem GamePad sieht sein eigenes Spielgeschehen auf dem Pad, während der andere Spieler das Kampfgeschehen auf dem Fernseher verfolgt. Dadurch ist es wird es möglich das Level mit einer ganz neuen Taktik anzugehen als im Einzelspielermodus. Durch die technische Gegebenheit können somit auch nur zwei Spieler gleichzeitig spielen, was ein komplett neues und grandioses Spielgefühl hervorruft.

Beim Testen ist jedoch aufgefallen dass der zweite Spieler nur begrenzte Attacken einsetzen kann. Laut der Tastenbelegung sollte der zweite Spieler auch Combo-Attacken ausführen können, jedoch stellte sich heraus dass dies nicht der Fall ist. In dem Fall von Link konnte dieser zum Beispiel lediglich die Wirbelattacke benutzen, jedoch keine normalen Schwerthiebe. Ob dies ein Bug ist oder so gewollt ist nicht bekannt.

Grafik

Die Grafik ist ganz in Ordnung, die Wii U könnte an dieser Stelle mehr aber notwendig ist es in diesem Fall eigentlich nicht. Gerade die Tatsache dass man es in Hyrule Warriors mit enormen Monsterhorden zutun hat hätte vermutlich bei einer bessere Grafik zu dem einen oder anderen unerwünschten Ruckler geführt. Was jedoch sehr positiv hervorsticht sind die Animationen. Diese wurden mit sehr viel Liebe zum Detail entwickelt und versetzen den Spieler immer wieder in Erstaunen. Alles in allem kann man zu der Grafik sagen dass sie technisch sehr Intelligent umgesetzt wurde was ein sehr großer Pluspunkt ist.

Sound

Zum Sound gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Es sind die typischen Zelda Themes vorhanden. Diese sind sehr gut in das Spielgeschehen eingebaut. Im Abenteuer-Modus finden sogar der Retro-Sound aus NES-Zeiten seinen Platz, was sehr schöne Erinnerungen hervorruft.

Review Hyrule Warriors Screenshot 1

Review Hyrule Warriors Screenshot 1

Review Hyrule Warriors Screenshot 3

Review Hyrule Warriors Screenshot 3

Review Hyrule Warriors Screenshot 2

Review Hyrule Warriors Screenshot 2

 

Diese Review entstand in Kooperation mit NFans.de

[Nintendo Wii U] Hyrule Warriors

[Nintendo Wii U] Hyrule Warriors
80%

Autor-Wertung

 
 
 
 
 

Fazit

Wer einen Vollständigen Ersatz für ein Zelda Spiel sucht ist hier natürlich an der falschen Adresse aber dennoch schafft es Hyrule Warriors zu begeistern und den Spieler für viele Stunden an die Konsole zu binden. Auch wenn es ein paar kleine Kritikpunkte, wie den Einsatz des GamePads oder die Hektik in dem Spiel, gibt ist es ein sehr schönes und durchdachtes Spiel. Auch in Punkto Grafik und Sound hat Koei Tecmo alles richtig gemacht. Dynasty Warriors Fans werden ebenfalls auf ihren Spaß kommen, jedoch muss man keine der beiden Serien kennen, um das Spiel zu genießen.

Pros

  • Sehr umfangreich
  • Einsteigerfreundlich
  • Zelda-Flair kommt sofort auf
  • Grafik-/Tontechnisch gelungen
  • Guter Multiplayer inkl. guter Integration des GamePad

Cons

  • Schlechte Integration des GamePads im Singleplayer
  • Oftmals etwas hektisch

Ein Kommentar zu “[Nintendo Wii U] Hyrule Warriors

  1. Paul Kaestner

    da wird ein wenig die zelda IP gemolken, wenn ich das richtig sehe. naja, ist ja nicht unbedingt was schlechtes oder – so für zwischendurch. guter test!

    Antworten

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